Sardinien – Die Geschichte der Insel
Die italienische Insel Sardinien hat eine faszinierende und vielseitige Geschichte die viele Jahrtausende zurück reicht.
Nuraghen
Im Neolithikum von etwa 6000 bis 4000 v. Chr. war die Insel Heimat der Bonnanaro-Kultur. Diese gilt als Vorläufer der nuraghischen Kultur, welche auf Sardinien von etwa 1800 bis 500 v. Chr. stark florierte. Auf Sardinien gibt es noch heute aus dieser Zeit viele beeindruckende Steinstrukturen, die Nuraghen, zu sehen. Die nuraghische Zivilisation fertigten auch die bemerkenswerten Bronzetti Bronze-Kunstwerke.
Mittelmeervölker
Im 1. Jahrtausend v. Chr. geriet Sardinien unter den Einfluss verschiedener Mittelmeervölker. Die Phönizier gründeten Städte wie Nora und Tharros und ab etwa 500 v. Chr. gewannen die Karthager an Einfluss auf der Insel.
Die römische Herrschaft
Nach dem Ersten Punischen Krieg im Jahr 238 v. Chr. fiel Sardinien an die Römer. Unter der römischen Herrschaft wurde die Insel ein wichtiger Getreideproduzent. Städte wie Cagliari und Sassari wurden in dieser Zeit gegründet oder ausgebaut.
Die sardischen Königreiche
Nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde Sardinien von den Vandalen, Ostgoten und schließlich den Byzantinern erobert. Im 8. und 9. Jahrhundert wurde die Insel von arabischen Piraten heimgesucht. Es entstanden vier unabhängige sardische Königreiche (Giudicati).
Pisaner und Genuesen
Im 13. Jahrhundert kamen die Pisaner und Genuesen an die Macht und im 14. Jahrhundert fiel Sardinien unter die Kontrolle der Aragonen. Dies führte zur hispanisierten Kultur in vielen Teilen der Insel.
Die letzten Jahrhunderte
1718 wurde Sardinien Teil des Hauses Savoyen und im 19. Jahrhundert wurde es Teil des neu gegründeten italienischen Staates. Sardinien ist eine Insel mit einzigartiger Kultur, die sich in der Sprache, den Traditionen und der Gastronomie widerspiegelt.